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Rote Beete, Shiitake-Pilze

Rote Beete

Früher wurde ihr nachgesagt, sie sei besonders hilfreich bei der Blutbildung. Das stimmt. Der rote Farbstoff Betanin sei dafür verantwortlich. Das stimmt nicht. Mittlerweile wissen wir, dass die reichlich enthaltene Folsäure die Bildung von roten Blutkörperchen intensiv unterstützt. Von der Existenz dieser roten Blutkörperchen wissen die Menschen seit 1658. Ein junger Mann namens Jan Swammerdam entdeckte sie. Als Begründer der Präformationslehre vertrat er die Ansicht, der gesamte Organismus sei bereits im Spermium bzw. im Ei angelegt und müsse bloß noch wachsen. Tja, auch ein Wissenschaftler kann sich irren. Aber wir wollen Mijnheer Swammerdams Verdienst hier nicht schmälern. Sein Medizinstudium nahm er erst Jahre später an der Uni Leiden in Holland auf. Der kluge Mann hat die Rote Beete wahrscheinlich schon gekannt. Seit dem Mittelalter war die Rübe in Europa bekannt und beliebt. Die intensive Rotfärbung hingegen dürfte züchterischer Kreativität zu verdanken sein. Rote Beete, egal, ob mit einem „e" oder mit zweien geschrieben, ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium, Magnesium und Eisen. Als besonders gesundheitsfördernd gilt der rote Farbstoff der Rübe, in dem sich Antioxidantien, sogenannte Radikalenfänger, befinden. Die sind in der Lage, im Körper freie Radikale wie krebserregende Stoffe zu hemmen. Rote Beete nimmt aus dem Boden Stickstoff auf, den sie in Nitrat umwandelt. Das wirkt sich auf den Blutdruck aus, der so gesenkt wird. Um die Umwandlung des Nitrats in das krebsfördernde Nitrosamin zu verhindern, empfiehlt sich die Einnahme von Vitamin C. Schon ein Glas Orangensaft reicht aus. Rote Beete ist unverzichtbarer Bestandteil vom „Labskaus". einer köstlichen Pampe, die so aussieht, als wäre sie schon mal gegessen worden. Neben der Roten Beete gehören Kartoffeln, Hering und gewolftes Rindfleisch hinein, es gibt unterschiedliche Varianten. Gern wird dazu Bier getrunken. Seien Sie nicht zimperlich: probieren sie es aus. Rote Beete und Kartoffeln finden Sie in unserem Angebot, noch aus regionalem Anbau, und Bier finden Sie im Trockensortiment.

Geschmacksache

Japan ist das Land der Vulkane, der Geishas und der Leute, die in der Drosselgasse daheim sind. Das ist kein Klischee, glauben Sie mir. Aber wir wollen unser Augenmerk auf die japanische Küche lenken. Grund dazu haben wir genug, schließlich bieten wir mit dem Shiitake-Pilz einen echten japanischen Klassiker an, der verdienterweise fester Bestandteil der internationalen Küche ist. Wir verneigen uns  vor dem Shiitake, dem „Pilz (take), der am Baum wächst“(shii), dem, nach dem Champignon, der meist angebaute Speisepilz der Welt. Der Shiitake kann in kleinen Mengen roh genossen werden, beim Verzehr größerer Mengen sollte er jedoch mindestens 20 Minuten erhitzt werden, um allergischen Hautreaktionen vorzubeugen. Allerdings sind in Europa derartige Fälle bislang nicht dokumentiert. Sowieso besteht kein Anlass zur Sorge, schließlich ist der Shiitake ein Heilpilz, der überdies Anlass zu einer kulinarischen Revolution war: der Entdeckung der 5. Geschmacksrichtung! Kikunae Ikeda, Professor an einer Hochschule, beschrieb an der Schwelle zum 20. Jahrhundert eine Geschmacksrichtung, die er umai nannte, ein Geschmack, der nicht in die bis dato gängigen Schubladen wie süß, sauer, bitter oder salzig passte. Dies umai, dass später zum Umami wurde, beschrieb Ikeda-San als „wohlschmeckend, fleischig, herzhaft“ und er fand heraus, dass dieser Geschmack besonders bei proteinreichen Nahrungsmitteln auftritt. Als Grund hierfür machte er zyklische Schwefelverbindungen und eine Aminosäure aus, die als Geschmacksverstärker verwendet wird: die Glutaminsäure. Die wird gemeinhin auch Glutamat genannt und gilt als einer der wichtigsten erregenden Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. Die Wirkungen der Inhaltsstoffe des Shiitake wurden in zahlreichen Studien erforscht; so konnte erkannt werden, dass die Aktivität eines HIV-Virus-1 gehemmt wurde. Auch die Bildung von Leukämiezellen wurde vermindert. Überhaupt soll der Shiitake eine starke antikanzerogene Wirkung haben. Bestellen Sie aus unserem Sortiment Shiitake-Pilze aus regionaler Bioland-Erzeugung.