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Gurken, Karotten

Gurken

Warum ist der Begriff „Gurke“ eigentlich so negativ besetzt? Alte Fahrzeuge in schlechtem Zustand etwa werden als „Gurke“ bezeichnet. Oder auch die möglicherweise etwas überdimensionierte Nase eines Menschen. Das ist nicht gerecht, schließlich erfreute sich die Gurke als Fruchtgemüse schon in grauer Vorzeit größter Beliebtheit. Der römische Volkstribun Tiberius soll sehr ungehalten reagiert haben, als er einmal auf die geliebten Gurken verzichten musste. Die römischen Landwirte wussten sich zu helfen, um ganzjährig cucumis sativus anbieten zu können. Sie pflanzten Gurken in Karren an, die, je nach Witterung, unter freiem Himmel oder in beheizten Garagen abgestellt wurden. Vermutlich waren Gurken damals also nicht gerade ein besonders preisgünstiges Gemüse, denn sicher haben sich die Bauern die Mühe bezahlen lassen. Denn anders, als in späteren Zeiten, traten die Landwirte der Antike durchaus selbstbewusst auf. Sie waren damals häufig „Großunternehmer“ (die Dimensionen, wie sie heute üblich sind, wurden aber nicht erreicht), die die Kleinbauern verdrängten. Tiberius (s. o.) wollte dieser Entwicklung, trotz der steten Versorgung mit Gurken, Einhalt gebieten. Das musste er mit seinem Leben bezahlen. Sein Bruder Gaius stellte im Jahre 123 vor unserer Zeitrechnung ebenfalls Landreformen in Aussicht. Zwei Jahre kämpfte er darum und ließ sein Leben im Jahre 121. Bleibt zu hoffen, dass sich die Verhältnisse wenigstens insofern geändert haben, dass die Großbauern das Massakrieren von Politikern unterlassen. Halten Sie sich bitte mit hämischen Kommentaren zurück! Es geht hier schließlich um Genuss, denn tatsächlich haben wir es bei den Gurken mit köstlichen Lebensmitteln zu tun, die äußerst vielseitig zu verwenden sind. Zum Beispiel können wir sie essen. Ob roh oder geschmort, in Salaten, Soßen oder Chutneys – sie sind unverzichtbar. Aber auch in der Naturkosmetik haben sie sich schon immer bewährt. Durch ihren hohen Wasseranteil sind die Vitamine A und E, sowie die der B-Gruppe optimal gelöst und wirken auf die gestresste Haut. In jedem Fall ist auch bei solcher Verwendung aus nahe liegenden Gründen die Bio – Gurke zu bevorzugen. Große Vielfalt bedeutet auch Masse: in der neuen Echt Bio – Aktion bieten wir preiswert Schlangengurken an.

Karotten

Im 19. Jahrhundert gelang französischen Landwirten die Kreuzung verschiedener mitteleuropäischer Möhren mit mediterranen Sorten. Die südeuropäische Riesenmöhre, die orientalischen Schwarzmöhren und die mitteleuropäischen gemeinen Gartenmöhren schienen ihnen nicht mehr zeitgemäß. Waren diese Sorten noch rot, violett und schwarz, so sollte nun eine knallige Farbe her: orange. Die Fratze des Frühkapitalismus grinst am Horizont! Obwohl die Heimat der Karotte in Afghanistan vermutet wird, darf die Karotte, die sich im übrigen auch u.a. Möhre, Mohrrübe oder Rüebli nennen darf, als Kosmopolit gelten. Schon sehr früh, lange vor der Zeitenwende, hat sie ihren Weg um die Welt gemacht und wird eigentlich überall angebaut. Es gibt mehr als 60 Zuchtformen und die Zahl der weltweit angebauten Sorten ist etwas unübersichtlich. Je nach Sorte sind sie länglichspitz, walzenförmig oder auch kugelig (die kugeligen werden jedoch meist zu Konserven verarbeitet, da sie frisch nicht lagerfähig sind) mit einem holzartigen Kern, der sich farblich vom Fruchtfleisch nicht oder nur wenig unterscheidet. Gute Karotten sollten sich nicht biegen lassen, sondern schon beim ersten Versuch einer Verformung brechen. Karotten sind reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen (Selen vor allem) und fettlöslichem β−Carotin (Vitamin A), weshalb Karotten immer mit Öl oder Butter zubereitet werden sollten, damit der Körper an das Vitamin herankommt. Vitamin A benötigen wir für das korrekte Hell-Dunkel Sehen. Da schlechtes Sehen bei uns allerdings i.d.R. nicht auf Vitaminmangel zurückzuführen ist, sollten wir uns nicht unbedingt auf zusätzliche Gaben von β-Carotin und Vitamin A verlassen. Außerdem soll das β-Carotin das Wuchern von Krebszellen verhindern. So dient die Karotte mitunter auch als Strohhalm. Ihren süßlichen Geschmack verdankt Daucus Carota den vielen Kohlenhydraten und prädestiniert sich damit als erste Nahrung nach der Muttermilch. Echt Bio bewirbt dieses mal Frühkarotten.