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Zwiebeln, und sonst?

Zwiebeln

Wenn wir hier von „Zwiebeln“ sprechen, so soll ausschließlich von Speisezwiebeln die Rede sein, jenen Vertreterinnen der Allium cepa, die uns nicht zu vergiften drohen, sondern uns bzw. unseren Altvorderen seit mindestens 5000 Jahren Nahrungs- und Genussmittel sind. Bereits im Codex Hammurapi wurden Brot- und Zwiebelzuteilungen für die Armen festgelegt – Sozialgesetzgebung in Babylon vor fast 4000 Jahren. Auch als Zahlungsmittel wurde sie genutzt, noch in Zeiten des Kalten Krieges, als es nicht jedem opportun erschien, dem „Reich des Bösen“ mit Dollars zu Leibe zu rücken. Die Zwiebel findet in jedweder Form Verwendung, ist sie doch eine der vielfältigsten Gemüsepflanzen überhaupt. An ihrer Beliebtheit ist nicht zu zweifeln, obgleich sie die Verantwortung für einen Tränenfluss trägt, der seinesgleichen sucht: alle, seit dem 13. Januar 1921 durch Aufspaltung von Enzymen in u.a. Propanthial-S-Oxid, vergossenen Tränen ergäben aneinander gereiht eine Strecke, die knapp in den Weltraum hineinreichen würde, um sich dort planlos und statistisch nicht verwertbar zu verteilen. Klarer sehen wir, wenn es um die Größensortierung von Zwiebeln geht. Die erfolgt nach dem größten Querdurchmesser und hat bei einem Durchmesser von 10-20 mm auf 5 mm genau, bei einem Durchmesser von 20-40 mm auf 15 mm genau, bei einem Durchmesser von 40-70 mm auf 20 mm genau und bei einem Durchmesser von über 70 mm auf 30 mm genau zu erfolgen. Es ist Frühling, noch können wir uns in relativer Sicherheit wiegen, denn erst im Sommer geht der Punk so richtig ab: dann nämlich stürzen sich vor allem die Wespen in unsere Limonaden und ganz tückische Viecher kriechen in Bierflaschen und fallen über Kuchen und Obsttorten her. Aber auch die ach so fleißigen Bienen werden mitunter hysterisch. Und wir friedliebenden und der Natur wohlgesonnenen Menschen

 

müssen unter den Attacken all dieser stechenden, Gift spritzenden Monster leiden. Unser Leben ist in Gefahr. Kaffeekränzchen mit Angstattacken. Doch die Rettung naht aus der Küche. Die Zwiebel hilft uns aus der Klemme, wenn wir in Mund oder Rachen gestochen wurden: dann nämlich verhindert das Kauen einer Zwiebel die lebensgefährliche Schwellung der betroffenen Partie. Gleichwohl empfiehlt es sich, in einem solchen Fall den Notarzt zu rufen. Schon allein, um das Abendessen zu retten, dem eine Dezimierung des Zwiebelbestandes unter Umständen nicht bekäme. Aber auch die Folgen von Insektenstichen in andere Körperteile können durch Einreiben mit einer aufgeschnittenen Zwiebel gelindert werden. Verantwortlich dafür sind verschiedene Schwefel- verbindungen, die in den Zwiebeln enthalten sind. Übrigens stehen Zwiebeln, ganz wie der verwandte Knoblauch, in dem hehren Ruch, Herz und Kreislauf in Schuss zu halten. Das haben schon die Pharaonen gewusst und sich, in der optimistischen Annahme, irgendwie und irgendwo weiter zu leben, Zwiebeln ins Grab legen lassen. Wir bieten neben gelben Zwiebeln aus regionaler Bioland - Erzeugung weiße Zwiebeln aus Italien an, die weniger scharf als die gelben sind. Der fein - würzige Geschmack ist jedoch allen Zwiebeln eigen.

und sonst?

Französische und Italienische Blattsalate sind weiterhin eher begrenzt verfügbar, dafür gibt es deutsche Salate – auch in überschaubaren Mengen. Immerhin gibt es genug Eisbergsalat in einer hervorragenden Qualität aus Spanien. Und darauf haben alle gewartet: Ab Sonntag gibt es endlich wieder die welt- berühmte Grüne Soße. Ob die eine hessische oder eine elsässische Spezialität ist, bleibt umstritten. Die Komposition der Frankfurter Grünen Soße ist jedoch einzigartig.