Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

„SOS SOS“, Grenzgänger, Ananas, Süßkartoffeln

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Keine Panik auf der Titanic? Von wegen! Der Höllenritt auf den tosenden Wellen vor Trinidad wurde schon so manchem Seebär zum Verhängnis. Der Funker hat sich festgezurrt und morst seinen Hilferuf in den karibischen Äther, der Käptn krakeelt ein letztes „Ahoi“ in den Sturm. „Seefahrt ist Not“, das wusste nicht erst Gorch Fock anno 1912, das war schon immer so. Das musste auch die Besatzung des Bananenfrachters erfahren, der von der Dominikanischen Republik aus in See stach: Neptun grollte, der Dampfer zerschellte am Riff vor Trinidad. Unsere Bananen sind in ihrem nassen Grab versunken. Keine Rettung in Sicht! Oder? Doch, es gibt noch Hoffnung. Es gibt Ersatz aus Ecuador und Peru.

Grenzgänger

Nicht erst seit Schengen ist die Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland durchlässig. Das geht schon länger und nicht immer waren sie erfreulich, die Tomaten, die von der einen auf die andere Seite wechselten. Das hat sich mittlerweile geändert. In den Niederlanden werden mittlerweile Tomaten erzeugt, die den Namen „Holländische Wassersäcke“ nicht mehr verdienen. Heute werden dort wohlschmeckende, aromatische Tomatensorten in Bio-Qualität produziert, u.a. die „Pomodorini“, eine leckere Cherrystrauchtomate, sowie die „Vitamini“, ebenfalls eine Cherrytomate, die wir ab sofort offerieren.

Ananas

Die Ananas ist eine Südamerikanerin. Zuhause heißt sie ananá, das ist ein Wort aus der Guarani - Sprache, die noch heute von vielen Indios gesprochen wird. Das gelbe Fruchtfleisch der Ananas ist voller unzähliger kostbarer Inhaltsstoffe, die für den Körper wichtig sind. Kalium, Kalzium, Eisen, Vitamin C und Folsäure, sowie etliche Enzyme, vor allem das Eiweiß spaltende Bromelin. Es regt die Verdauung an und reguliert sie, hemmt Entzündungen, senkt den Blutdruck und baut Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden ab. Eben dieses Bromelin bestimmt maßgeblich den Einsatz der Ananas in der Küche: Es knabbert die Fasern von Fleisch und Fisch an und gilt deshalb als Zartmacher. Die Ananas gehört zu den nicht klimakterischen Früchten, d.h. sie reift nicht nach.

 

Wir bieten Ananas von der Elfenbeinküste an. Sie bleiben auch bei voller Reife zum Teil grün. Ein Zeichen für die Reife einer Ananas ist das mühelose Herausziehen der schwertförmigen Blätter. Die Ananas gehört zur Familie der Bromeliaceae. Die Ananaspflanze besteht aus einer Blattrosette mit langen, spitzen und scharfen Blättern. Nach ca. 1 Jahr wächst aus der Mitte eine dicke Blütenachse mit eng beieinander liegenden Blüten, aus denen sich ohne Bestäubung samenlose Beeren entwickeln, die zu einem fleischigen Fruchtverband zusammenwachsen. Die einzelnen Blüten bilden am Ende die 5-6 eckigen Schalensegmente der Ananas. Die neue Echt Bio – Aktion bewirbt die süßen Früchte.

Süßkartoffeln

Ebenfalls in der neuen Echt Bio – Aktion beworben wird die Süßkartoffel, Ipomoea batatas, die hierzulande auch als Batate bekannt ist. Sie ist ein vaterlandsloser Geselle – jedenfalls ist ihre Herkunft umstritten. Alexander von Humboldt zwängte bereits im 18. Jahrhundert eine Süßkartoffel auf einer seiner Südamerikareisen in seine Botanisiertrommel und verortete ihre Heimat ebendort. Neuere Forschungen belegen, dass die Maori die Süßkartoffel von Polynesien nach Neuseeland brachten. Doch da all diese Lokalitäten sich ja doch irgendwie in ein und derselben Gegend befinden, mag es auch völlig egal sein, woher sie denn stammt. Heinrich der Achte, der mit Vorliebe seine Gattinnen massakrieren ließ, soll die Batate in England populär gemacht haben. Dennoch erfreut sie sich noch immer wachsender Beliebtheit und führt, bei ebenso regelmäßigem wie ausgiebigen Genuss zu wachsender Beleibtheit. Die Süßkartoffel gehört zu den Windengewächsen. Anders als die der herkömmlichen Kartoffel ist ihre Knolle eine Wurzelknolle und hat daher keine „Augen“, wie wir sie von den Sprossknollen der Kartoffel kennen. Ihre Form mag an eine (kleine) Zuckerrübe erinnern, ebenso der hohe Zuckergehalt, der sie so überaus süß macht. Wir bieten Süßkartoffeln aus den USA an, da die Pflanze in unseren Breiten nicht überlebensfähig ist: bei 10 °C stirbt sie ab. Hier in Hessen dürfen wir uns über eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 9,8 °C freuen oder ärgern, jedenfalls zu kalt für die Süßkartoffel.