Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

Schnittlauch, Rosmarin, Buschbohnen, Glück gehabt!

Schnittlauch

Ein enger Verwandter von Speisezwiebel und Lauch ist Allium schoenoprasum, der Schnittlauch. Der zarte Geschmack machte ihn zu einem mittlerweile in aller Welt äußerst beliebtem Gewürz. Er ist sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders der Anteil an Vitamin C ist sehr hoch (40 – 60 mg /100g). Kalium und Phosphor machen Schnittlauch ebenfalls zu einem sehr wertvollen Gewürz. Schnittlauch eignet sich übrigens hervorragend zum Einfrieren: seine Inhaltsstoffe wie sein feines Aroma bleiben dabei erhalten. Während die Europäer ihren Schnittlauch am liebsten frisch genießen, werden in einigen asiatischen Ländern die Blätter des Lauchs getrocknet und in Butterfett gebraten. Der Name schoenoprasum setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern schoinos für „Binse“ und prason für „Lauch“, direkt übersetzt also „Binsen- Lauch“, und bezieht sich auf die Form der Blätter. Für den Schnittlauch ist es bei uns mittlerweile zu kalt. Wir importieren ihn aus Italien.

Rosmarin

Seine Heimat sind die Küstenregionen des Schwarzen Meeres und des Mittelmeeres. In den Küchen der Anrainerländer ist Rosmarin ein absolutes Muss! Die Pflanze hat einen sehr intensiven, aromatischen Geruch und einen harzigen, leicht bitteren Geschmack, der etwas an Kampfer und Eukalyptus erinnert. Aufgrund des ähnlichen Geruches wurde Rosmarin auch statt Weihrauch verwendet. 1370 wurde ein Parfüm aus ätherischen Ölen und Alkohol komponiert, in dem Rosmarin enthalten war. Es soll der Königin Elisabeth von Ungarn „ihre Schönheit bis zum Tode“ bewahrt haben. Können wir nicht überprüfen. Auf jeden Fall macht sich Rosmarin gut in jeder Küche. Die Verbindung mit Äpfeln gilt in der Spitzengastronomie als der Knaller überhaupt. Wir raten: „ausprobieren!“ und bieten Rosmarin ebenfalls aus Italien an.

Buschbohnen

Die Kleine kommt mit einem ganz großen Namen daher: Phaseolus vulgaris var. nanus. Sowohl die Samen als auch die sie umgebende Hülsen werden als Bohnen bezeichnet. Auch sie dürfen wir getrost zu den Feingemüsen rechnen, geben sie doch exquisite Beilagen und Salate ab. Doch ist Vorsicht geboten: ungegart sollten sie lieber nicht genossen werden, enthalten sie doch das Protein Phasin, das über einige für Menschen besonders fiese Eigenschaften verfügt. Eine bösartige Bande von Aminosäuren lässt etwa die roten Blutkörperchen verkleben. Ab einer bestimmten Dosis bekommen wir es mit einer geballten Ladung von unerquicklichen Phänomenen im Magen- Darm-Trakt zu tun, die unter bestimmten Umständen unser Ableben bedeuten können. Beim Kochen wird das Phasin glücklicherweise zerstört, nicht aber z. B. die Raffinose, ein sogen. Dreifachzucker, den zu verdauen der menschliche Organismus nicht vorsieht. Das besorgen kleine Mitbewohner des menschlichen Körpers, die Darmbakterien, für uns. Leider neigen die zu Indiskretionen, die diese Vorgänge in unserer Umgebung nicht unbemerkt lassen. Wo die Buschbohnen zum ersten Mal kultiviert wurden, bleibt im Dunkel der Geschichte, woher die Buschbohnen, die wir Ihnen anbieten, herkommen, ist dagegen klar: aus Ägypten.

Glück gehabt!

Es hätte schlimmer kommen können, schlimmer geht immer. Aber wir haben noch eine Woche vor uns, in der wir hauptsächlich deutsche Salate ausliefern können. Ein großes Glück ist es auch für Sie, unsere Kunden, dass wir Ihnen eine Tomatensorte anbieten können, die ein wahres Geschmackserlebnis ist: die Sorte „Rebelion“, ein überhaupt nicht rebellischer Gaumenschmeichler aus spanischer Erzeugung.