Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

Äpfel, Birnen, Streik, Rojo Brillante

Äpfel

Muss das sein? Über Äpfel ist doch längst alles gesagt. Stimmt, aber trotzdem bleibt Malus domestica, der Kulturapfel interessant. Und wie ein Liebesschwur, immer wiederholt, dem/der Geliebten nie zuviel wird, so bleibt zum Apfel auch immer etwas zu sagen. Und das seit mehr als 10.000 Jahren. Die ersten Äpfel gab es im Gebiet des heutigen Kasachstan. Ihnen zu Ehren tauften die Leute eine Siedlung Alma Ata, „Stadt des Apfels“, heute Hauptstadt des Staates. Vermutlich waren die Äpfel damals noch hart und klein, erst die Griechen der Antike verstanden es, Äpfel zu veredeln. Kein Wunder, dass Äpfel bald auch in unterschiedlichen Mythologien eine Rolle spielten: der trojanische Königssohn Paris soll einen Apfel der Schönsten unter den griechischen Göttinnen verehren. Hera, Pallas Athene und Aphrodite buhlten mit Versprechungen um die Frucht. Hera versprach Paris die Macht über die Welt. Fehlanzeige. Athene versprach dem Burschen Weisheit. Hätte er sicher gebrauchen können, interessierte ihn aber nicht. Aphrodite gewann, weil sie dem Kerl die schönste Frau der Welt versprach. Das hilft heute noch. Weil aber die schönste Frau Helena war, die Gattin des spartanischen Königs Menelaos, gab es mächtig Stunk und der Trojanische Krieg brach aus. In der christlichen Mythologie waren es Adam und Eva, die sich erheblichen Ärger einhandelten, als sie einen Apfel klauten und dafür aus dem Paradies verjagt wurden und von daher das Leben mit allerlei Mühsal fristen mussten. Wegen einem Apfel, das müssen Sie sich mal überlegen. Und was ist es, was den Apfel für alle so begehrt macht? Es ist die Chemie: verschiedene Ester, Aldehyde und Alkohole reagieren zusammen. Keine Panik: es handelt sich um extrem niedrige Dosen, die nur mühsam nachzuweisen sind. Je nach Zusammensetzung variieren die so entstehenden Aromen und machen so, neben klimatischen Faktoren, dem Terroir, dem Zeitpunkt der Ernte und der Lagerdauer die unterschiedlichen Apfelsorten aus. Es gibt Apfelsorten, die überhaupt erst nach einiger Zeit ab dem Erntezeitpunkt ein akzeptables Aroma entwickeln. Werden Äpfel aber überlagert, so ändert sich das Aroma so drastisch, dass sich unsere Sinne mit Schaudern abwenden. Alles Ansichtssache:

Friedrich Schiller etwa, sie wissen schon: der mit der Glocke, hatte stets einen angefaulten Apfel in der Schreibtischschublade. Der Duft solle ihn immer wieder inspiriert haben. Lassen Sie sich von unserem Angebot und der neuen Echt Bio – Aktion inspirieren: die Sorten Elstar, Jonagold und Royal Gala werden beworben – alle aus regionaler Erzeugung.

Birnen

Ursprünglich stammt die Birne aus dem Kaukasus und Anatolien, aber bereits in der Jungsteinzeit hat sie auch nach Westeuropa gefunden. Bei den Griechen war die Frucht der Göttin Hera geweiht. Der Peleponnes hieß damals noch „Apia“ – und das heißt nichts anderes als „Birnenland“. Kleine Birnenhaine galten bei den Germanen als mystische Orte. Leider wurde ihnen das zum Verhängnis, denn während der Christianisierung holzten Missionare die Bäume gnadenlos ab. Doch spätestens mit Fontanes „Herr von Ribbeck zu Ribbeck im Havelland“ war sie bei uns rehabilitiert. Die meisten Birnensorten sind Züchtungen des 18. und 19. Jahrhunderts. So auch „Alexander Lucas“, die ebenfalls im Echt Bio – Angebot ist.

Streik!!

Griechenland ist nicht nur Merkels Sorgenkind: auch wir haben es nicht leicht. Wegen der Streiks können wir erst am Dienstag mit Ware aus Griechenland rechnen.

Rojo Brillante

Sie gehört zu den Ebenholzgewächsen und wird auch „Kaki“ genannt. Das ist richtig so, wenngleich der Begriff „Persimone“ auch nicht falsch ist. Anders als bei der Sharonfrucht, die ebenfalls eine Abart der Kaki ist, sollten sich Ihre Kunden beim Verzehr nur auf reife Früchte beschränken. Die Schale kann bei der reifen Frucht (wenn die Tannine fast vollständig zersetzt sind) gegessen werden, sie können aber auch aus der Schale gelöffelt werden. Anders ist es bei der Sharonfrucht, diese kann (weil sie keine Tannine enthält) bereits in hartem Zustand gegessen werden - auch mit Schale. Eventuelle braune Flecken im Fruchtfleisch stammen vom hohen Zuckeranteil und sind kein Anzeichen von Fäulnis. Bestellen Sie bei uns Rojo Brillante aus spanischer Erzeugung.