Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

Gurken, Speiserüben, Exotin aus Niederbayern

Gurken

Obwohl sie von Botanikern gern auch als „Panzerbeeren“ bezeichnet werden, haben wir es bei Cucumis sativus, den Gurken, mit einem empfindlichen Beerengemüse zu tun. Schon in der Jungsteinzeit, vor ca. 4000 Jahren, wurde die Gurke verspeist, damals vor allem in Südasien. Vor gut 2000 Jahren gelangte sie in den Mittel-meerraum, von wo aus sie über slawische Siedlungsgebiete endlich auch nach Mitteleuropa fand. Den Namen „Gurke“ haben wir aus dem polnischen ogurek entlehnt. Obwohl sie damals noch viele Bitterstoffe enthielt, soll sie immerhin das Lieblingsgemüse des römischen Kaisers Tiberius gewesen sein. Heute sind die Bitterstoffe nur noch rudimentär in den Gurkenschalen vorhanden. Wer die gar nicht mag, kann die Gurke halbieren und von der Mitte zum Ende hin schälen – so werden die Bitterstoffe nicht über die ganze Gurke verteilt. Mit 9,7 kcal je 100 g ist die Gurke ein kalorienarmes Lebens- mittel, das darüber hinaus auch noch Kalium, Calcium und Magnesium, sowie Vitamin C liefert. Wir bieten zur Zeit Gurken an, klar. Regionale Schlangen-gurken zum Beispiel. Aber nur begrenzt, es gibt auf keinen Fall genug. Wer gar nicht auf Schlangengurken verzichten will, kann auf niederländische Gurken zurückgreifen

Speiserüben

Sie sind in unserem Sortiment zuhause: die „Navets“. Dieser Name ist französisch und steht für nichts anderes als ganz einfach „Rübe“, Speiserübe. Mancher Zeitgenosse denkt bei dem Begriff „Rübe“ an eine rüde Wendung: Rübe ab! Und jeder weiß, was gemeint ist. Und so falsch ist das ja auch nicht, handelt es sich doch in der Zoologie wie in der Botanik um ein Speicherorgan.

 

Eine Rübe entsteht aus der Verdickung der Hauptwurzel eines Vertreters der Art Brassica rapa, woraus wir schließen können, dass es sich bei diesem Wurzelgemüse um eine Kohlpflanze handelt. Die meisten Rüben sind im Untergrund, nur wenige, wie Sellerie oder Kohlrabi wagen sich ein Stück oder ganz daraus hervor. Dabei bringt der Untergrund Gutes hervor: Folsäure, Vitamine und Mineralstoffe en masse! Wir bieten derzeit Navets aus norddeutscher Erzeugung an.

Exotin aus Niederbayern

Die „Physalis“ wird auch Kapstachelbeere genannt, weil sie ursprünglich aus Südafrika und Südamerika stammt. Was Südafrikaner und Südamerikaner können, können die Bayern schon lange. Sagen sie. Wir bieten ab Auslieferung Montag Physalis nicht etwa aus südafrikanischer Erzeugung, sondern aus nieder-bayerischem Bioland – Anbau an, dabei ersetzt die Isar den stürmischen Atlantik und Landau das riesige Kapstadt. Die Kapstachelbeere gehört zur Gattung der Blasenkirschen innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse und ist nicht verwandt mit bei uns heimischen Beerensorten. Sie wird auch „Andenkirsche“ oder „Peruanische Blasen-kirsche“ genannt. Die Physalis ist nur eine Art aus der großen Familie. Aber eine ganz besondere: die papierdünne, anfangs grüne Hülle bildet sich aus einem aufgeblasenen Blütenkelch. Die kleine, kugelrunde Beere wird von einem papierdünnen Lampion geschützt. Die "Trockenblume" entfaltet einen parfümierten Duft und leicht säuerlichen Geschmack, überrascht zugleich mit einem sehr fruchtigen Aroma.