Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

Karotten, Herzlichen Glückwunsch

Karotten

Die Karotte hat viele Namen. Daucus carota ssp. sativus wird auch Möhre, Mohrrübe oder Gelbe Rübe genannt und dabei ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Eines steht fest: sie ist eine Zuchtform der Wilden Möhre, die in Farbe und Form stark variieren kann. Sie enthalten Provitamin A, Folsäure, Kalium, Eisen, Magnesium, Mangan, Kupfer, Schwefel und Pektin. Damit gehören sie mit zu den wertvollsten Gemüsearten überhaupt. Ihr hoher Flüssigkeits- und Pflanzenfaseranteil wirkt einerseits verdauungsfördernd, andererseits machen sie ihre wasserbindenden Eigenschaften zu einem guten Mittel gegen Durchfall. Rohe Karotten behindern die Aktivität von Salmonellen und senken damit das Risiko, an einer Lebensmittelvergiftung zu erkranken. Kann etwas derart Gesundes überhaupt noch Freude bereiten? Es kann. Denn Karotten zählen zu den delikatesten Wurzeln und verfügen über Carotinoide (z B. Beta-Carotin), die bei ausreichender Einnahme Alterungsprozesse verlangsamen. Britische Wissenschaftler fanden heraus, dass genau diese Eigenschaft den Männern bei der Balz zugute kommt. Frauen sind Männern, die höhere Dosen von Carotinoiden zu sich nehmen, deutlich mehr zugetan, als jenen, die eher weniger davon konsumieren, selbst wenn sich die Unterschiede lediglich im μ-Gramm- Bereich bewegen. Damit ist endlich auch geklärt, warum im Bioladen immer wieder Männer vor dem Gemüseregal herumlungern und die Möhren mit glasigen Augen anstarren. Dies alles sind keine neuen Erkenntnisse. Schon im antiken Rom wurden Möhren zur Cena, der abendlichen Hauptmahlzeit, gereicht. Neben anderen Gemüsesorten wurde aber auch Fleisch aufgetischt. Sogenannte „Sättigungsbeilagen“ waren nicht üblich. Lediglich Brot war immer dabei. Allerdings musste sich der antike Geringverdiener mit

Puls, einem einfachen Getreidebrei aus geschrotetem Emmer, oder einem anderen gerade verfügbaren Getreide, mit Wasser, begnügen. Zur cena gehörte auch Unterhaltung. Dichter trugen ihre Werke vor, Musiker untermalten den Schmaus mit bekannten Rhythmen. Die Dauerbeschallung ist also keine neuzeitliche Erfindung. In der neuen Echt Bio – Aktion werden Möhren aus der Region beworben.

Herzlichen Glückwunsch!

Dieses Jahr hat sie ihren 100. Geburtstag. Das weiß kaum jemand und den meisten ist es auch egal. Der Pomologe Alberto Piròvano züchtete 1911 in Rom eine der bis heute erfolgreichsten Rebsorten: die weiße Beeren hervorbringende “Italia”. Sie ist mittlerweile unter verschiedenen Namen bekannt, so etwa „Uva Italia“, „Muscat d’Italie“ oder „Doña Sofia“. Die Italia wird vor allem als Tafeltraube genutzt. Die leicht bernsteingelbe bis, bei Vollreife, ins Rötliche umschlagende Weinbeere verwöhnt mit einem leichten Muskataroma. Mit ihren 100 Jahren ist die Italia ein Nesthäkchen unter den Weinbeeren. Schließlich gehört Wein zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Schon vor 7000 Jahren wurde im Gebiet des heutigen Ägypten Wein angebaut. Von dort gelangte der Wein nach Griechenland und zu den Römern. Die Griechen tranken ihren Wein stets verdünnt, während sich die Römer den Rebensaft gern pur hinter die Binde kippten – was die Griechen, vom Römischen Weltreich zwar politisch abhängig, kulturell jedoch für die Römer Vorbilder, mit Missbilligung sahen. Das wollen wir an dieser Stelle jedoch nicht bewerten, denn wir kennen heute Weine, die wir nie und nimmer verdünnen würden, andererseits soll es Weine geben, die so überhaupt erst genießbar werden. Sei’s drum, wir beschäftigen uns jetzt ja vor allem mit der Tafeltraube Italia, die mit der aktuellen Echt Bio – Aktion gefeiert wird.