Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

Paprika, Trauben, Hokkaido

Paprika

Wieder einmal stoßen wir auf Herrn Kolumbus. Der war es, der die Paprika von seinen Raubzügen aus Südamerika mitbrachte. Die Gemüsefrucht ist aber deutlich älter, es wird von einer mindestens 2000jährigen Geschichte gemunkelt. Der frühe Slogan „süß wie die Sünde, scharf wie der Teufel“, sorgte für eine immens schnelle Verbreitung auf dem südlichen europäischen Kontinent. Allerdings dürfte der Geschmack heutiger Paprika das Ergebnis züchterischer Erfolge sein – der dickfleischige milde Gemüsepaprika wurde erst in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt. Sein offizieller Name Capsicum annuum verrät uns eine spezielle Eigenschaft früher Sorten: Capsicum stammt vom griechischen kaptein ab und steht für „schnappen“ und „beissen“. In Deutschland spielt Paprika erst seit dem Ende des zweiten Weltkrieges eine Rolle. Wie so vieles Gemüse haben wir den Paprika vermutlich den bei uns eingewanderten Südeuropäern zu verdanken. Die verschiedenfarbigen Paprika unterscheiden sich im Geschmack nicht wesentlich voneinander. Alle haben einen recht hohen Vitamin C - Gehalt, rote Paprika brillieren gar mit 400 mg /100 g. Rote Paprika sind eher süß, grüne Paprika dagegen herb und kräftig im Geschmack. Welche Farbe der Paprika hat, hängt davon ab, wann er geerntet wird. Grüne Paprika sind einfach noch nicht reif. Lässt der Gärtner sie hängen, verfärben sie sich erst gelb, dann orange und werden bald rot. Neben dem milden Gemüsepaprika gibt es noch den scharfen Gewürzpaprika (u.a. Chili), der seine Schärfe vom enthaltenen Capsaicin erhält. In der neuen Echt Bio – Aktion bieten wir grüne Paprika aus süddeutscher Produktion an.

Trauben

Römer und Griechen konkurrierten ja schon immer und noch heute wollen die Italiener alles besser können, als die Hellenen. So sind die Sultana – Trauben,

die Sie ab Montag bei uns bestellen können, deutlich größer, als die aus Griechenland. Bereits ab Sonntag liefern wir die ersten Muskat – Trauben aus Rheinhessen aus.

Hokkaido

Hokkaido (sprich: Hokeidoo) ist eine Insel im Norden Japans und kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Hier lebten die Ainu schon vor 18000 Jahren und betrieben Fischerei und Viehzucht. Sie gelten gemeinhin als die Ureinwohner Japans. Das allerdings ist ein populärer Irrtum – wen wundert es da, dass der Hokkaido-Kürbis in Wirklichkeit auch kein echter Japaner ist! Amerikanische Gastarbeiter brachten die, bis dahin in Japan gänzlich unbekannte, Beere im 19. Jahrhundert ins Reich rechts der Mitte. Dort erkannte man das Potential des Kürbis und verfeinerte ihn mit züchterischen Mitteln zu dem, was wir heute kennen und schätzen. Mit dem Hokkaido-Kürbis bieten wir einen Speisekürbis an, der zu 100 % genutzt werden kann: selbst die Schale kann verspeist werden. In der eigentlichen Heimat Amerika war der Kürbis schon lange eines der Grundnahrungsmittel der Ureinwohner. Mit großen Mengen von Vitamin A, C, D und E sowie Kalium, Calzium und Zink sind Kürbisse mit einem Wassergehalt von 95 % bei 20 kcal pro 100 Gramm extrem gesund. Das Fruchtfleisch der Hokkaidos schmeckt nussig und ist von stabiler Konsistenz. Während sie meistens mit kräftig orange gefärbter Schale daherkommen, gibt es auch einige im dukelgrünen Outfit, geschmacklich allerdings unterscheiden sie sich nicht. Hokkaido – Kürbisse werden ebenfalls in der neuen Echt Bio – Aktion beworben. Die Kürbisse stammen von den Feldern der Steinfurther Bioland- Gärtnerei in der Nähe von Bad Nauheim. Dort widmen sich Erhard Schwalm und seine Mitarbeiter schon seit beinahe 30 Jahren dem Anbau traditioneller Gemüsesorten. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit gilt den diversen Kürbissorten.