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Spargel, Salbei, Thymian

Spargel

Die Saison für weißen Spargel aus der Region lässt noch etwas auf sich warten. Das muss den Gourmet nicht verdrießen, denn es naht Rettung aus Frankreich. Neben dem weißen Spargel von dort bieten wir mit dem grünen Spargel aus spanischer Produktion ein Feingemüse an, dass den Vergleich mit dem weißen Spargel nicht scheuen muss. Anders, als die bleiche Verwandtschaft, die unterirdisch, in Sicherheitsverwahrung quasi, von einer Folie bedeckt ihrem Ende entgegen wächst, gedeiht der grüne Spargel im Licht und erhält so entschieden andere Geschmacksqualitäten als die weißen Stangen. Deutlich zarter ist er außerdem und geschält werden muss er auch nicht, allenfalls ein wenig an der Schnittstelle. Frischen Spargel, ob grün oder weiß, erkennen wir daran, dass er sich nicht verbiegen lässt – der bloße Versuch lässt ihn zerbrechen. Ein aufrechter Bursche also und so empfiehlt es sich auch, ihn aufrecht zu garen. Die zarten Spitzen garen nämlich schneller als der Rest. Die Investition in einen speziellen Spargelkochtopf lohnt sich. Spargel war schon im Altertum bekannt und spätestens seit der frühen Neuzeit in Mitteleuropa als teure Luxusspeise bekannt. Das kam nicht von ungefähr: der Anbau war und ist bis heute mit einem gewissen Aufwand verbunden, der in keinem Verhältnis zu seinem vergleichsweise geringen Nährwert steht. Ein Taugenichts ist er trotzdem nicht. Immerhin stecken in 100 g frischem Spargel 20 mg Vitamin C, 2,5 mg Vitamin E, außerdem Niacin, die Vitamine A, B1, B2 und B6. Spurenelemente wie Natrium, Magnesium, Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen gibt es ebenfalls. Dass Spargel früher meist mit den Fingern gegessen wurde, mag daran gelegen haben, dass Essbestecke häufig aus Silber bestanden, das durch die im Spargel vorhandenen Schwefelverbindungen anlief. Vielleicht konnten die Leute aber ganz einfach nicht mit Messer und Gabel umgehen, was sich bis in unsere Tage nicht wesentlich geändert hat. Essbestecke gab es in Europa erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bis dahin aßen die Leute mit hölzernen Löffeln oder aus der

Salbei

Salvia officinalis, der “Echte Salbei”, auch Garten- Küchen- oder Heilsalbei genannt, gedeiht überall in Europa, stammt aber wohl ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Schon früh wurde erkannt, dass die Pflanze bei dem einen oder anderen Leiden Linderung versprach. Als 1630 in Toulouse die Pest ausbrach, plünderten Diebe die Leichname aus. Durch das Einreiben mit in Essig eingeweichtem Salbei und anderen Kräutern, glaubten sie, der Ansteckung zu entgehen. Die Burschen wurden gefasst – doch Fortuna war ihnen hold – die Ratsherren sicherten ihnen Straffreiheit zu, wenn sie nur ihr Geheimnis preisgäben. Das haben sie getan, wie lange sie tatsächlich noch gelebt haben, ist jedoch nicht überliefert. Heute wissen wir um die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung des Krautes. Mindestens ebenso interessant finden wir Salbei als Gewürz für Wild- und Geflügelgerichte, wissen wir doch, dass er die Bekömmlichkeit schwerer Kost erheblich befördert. Wer mag, kann Salbei auch rauchen. Das haben Mediziner „...vom Keuchen geplagten alten Männern...“ empfohlen. Die enthaltenen ätherischen Öle entfalten eine wohltuende Wirkung. Ich selbst habe es ausprobiert und kann es furchtlosen Zeitgenossen empfehlen. Wir bieten Salbei aus italienischer Erzeugung an.

Thymian

Die römischen Legionäre waren sicher tapfere Burschen, was ihnen, wie sie sich gewiss erinnern, letztendlich nichts nützte. Ihren Mut schöpften sie u. a. durch die Annahme, ein Bad in Thymianwasser würde ihre Kräfte stärken. Die Ägypter fanden eine ganz andere Verwendung für das Kraut: es war eine wichtige Zutat beim Einbalsamieren ihrer Toten. Wir bieten Ihnen Thymian aus Norddeutschland an und bitten Sie inständig: machen Sie keinen riskanten Blödsinn, sondern verwenden Sie ihn in der Küche. Als Heilkraut hat er auch was drauf: bei Husten und Asthmaanfällen wirkt er krampfund schleimlösend, auch Magenkrämpfe werden mit ihm erträglich.