Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

Kohlrabi, Spinat

Kohlrabi

Geben Sie es ruhig zu: in den letzten Tagen haben auch Sie immer wieder „Scheiße! So eine Scheiße!“ gedacht oder gar gesagt. Wir verstehen das gut und denken nichts anderes. Aber mal ehrlich: Müssen das die Bewohner des Kashmir nicht schon seit Jahrhunderten denken? Sie hätten allen Grund zu jammern, streiten sich doch seit dem 16. Jahrhundert mächtige Gegner um ein Gebiet und deren Bevölkerung, das sie eigentlich gar nichts angeht. Aktuell sind es vor allem Indien und Pakistan, die sich mit einem Atompilz in den Pupillen anknurren. Die Chinesen haben auch schon mitgeknurrt und die Engländer auch. Und wer muss es ausbaden? Klar, wie immer die einfache Landbevölkerung. Aber so ein Leben, eingezwängt zwischen indischen, afghanischen und pakistanischen Soldaten und was sich sonst noch bis an die Zähne bewaffnet dort herumtreibt, macht hart. Muss es auch, wenn man überleben will. Das wollen alle, wetten? Gute Ernährung ist da nicht unwichtig. Mit am meisten wird von den Einheimischen die Kohlrabi geschätzt. Da sind sie richtig hinter her. Kein Wunder: voller bester Mineralstoffe wie Kalium (380 mg), Calcium (70 mg), Phosphor (50 mg), Magnesium (40 mg) und Eisen mit 0,9 mg, alles bezogen auf 100 g essbarer Substanz. Und Vitamine sind in den Kohlrabis auch jede Menge: Vitamin C, Vitamin A, Vitamine der B-Gruppe und Niacin. Und erst das Laub der Kohlrübe: von allem hat es noch viel mehr, als die Sprossknolle, die übrigens nie unter der Erde wächst, sondern stets auf dem Boden bleibt. Die Blätter haben 10 x mehr Vitamin C als die Knolle, 100 x mehr Carotin und zehn mal mehr Eisen. Solcherart gesundes Essen schätzen auch wir in Deutschland. Und die meisten glauben, es wäre ein typisch deutsches Gemüse, weshalb es diesen Namen auch in Nordamerika, in Russland und in Japan trägt. Dass es nicht typisch deutsch ist, wissen wir mittlerweile, aber „Kohlrabi“ zu sagen ist für Amerikaner oder Russen einfacher, als das jeweilige am Hindukush gebräuchliche Wort. Wir verkaufen Ihnen gern unsere aus Italien stammenden Kohlrabis – die sind genauso gesund und gehaltvoll wie die aus Zentralasien.

Neues aus der Region

Es geht wieder aufwärts, schon gemerkt? Die Temperaturen haben wieder erträgliche Grade erreicht, motorisierte Zweiradfahrer stören die mittägliche Ruhe, überall keimt es und auch die Vögel brüllen uns morgens wieder aus dem Schlaf. Wen wundert es da, dass wir bereits die ersten Kräuter regionaler Erzeugung anbieten? Zum Beispiel Rumex acetosa, der Sauerampfer. Schon im Altertum war er Ägyptern und Griechen bekannt, im Mittelalter bewahrte er manchen Matrosen vor der Vitamin C – Mangelerkrankung Skorbut. Sauerampfer eignet sich hervorragend als Zutat in Salaten und Suppen. Ebenfalls in die Suppe gehört der Kerbel, der zwar schön anzusehen ist, sich aber vor allem durch seinen Reichtum an Vitaminen und Spurenelementen auszeichnet. Auch Koriander und Rucola aus der Region bereichern hoffentlich die Speisekarte Ihrer Kunden. Gibt es alles bei uns. Die ersten deutschen Salate (aus dem Gewächshaus) bieten wir ab Dienstag an.

Spinat

Spinat gehört zu den Fuchsschwanz - Gewächsen (Amaranthaceae) innerhalb der Gattung Spinat (Spinacia). Die Perser züchteten einen Vorläufer des heutigen Spinat. Römer und Griechen kannten dieses wunderbare Gemüse nicht. Nach Spanien wurde er von den Arabern eingeschleppt und von dort aus verbreitete er sich über ganz Europa. Spinat ist reich an Mineralien, Vitaminen (beta-Carotin, B-Vitamine, Vitamin C) und Eiweiß. Gern wird kolportiert, dass Spinat über einen außergewöhnlichen Eisengehalt von 35 mg / 100 g verfüge – nun ja, ganz so gigantisch ist der dann mit 3,5 mg doch nicht. Trotzdem: Spinat ist gesund und wir können gar nicht genug davon haben, wenn mal doch, dann kann er, blanchiert und verpackt, in die Kühltruhe. Die Empfehlung, Spinat nicht aufzuwärmen, ist uralt. Das enthaltene Nitrat verwandelt sich bakteriell zu Nitrit und in einer weiteren Stufe zu giftigen Nitrosaminen. Die toxische Effizienz ist heute allerdings umstritten. Ebenfalls ab Dienstag können Sie bei uns regional erzeugten Spinat bestellen.