Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

Doldenblütler, Plagiate, Koriander

Zeit der Doldenblütler

Sie sind eine veritable Großfamilie, die Doldenblütlergewächse. Sie unterteilt sich in über 400 Gattungen mit knapp 3.800 Arten. Es gibt Kleinstädte in Hessen, da ist das bei den Menschen genauso. Eine interessante Art innerhalb dieses Familienclans ist der Gefleckte Schierling. Sokrates, der für die abendländische Kultur so bedeutende Philosoph wurde 399 vor unserer Zeitrechnung mit einem Trank aus dem Gefleckten Schierling hingerichtet. Das in der Pflanze enthaltene Pseudoalkaloid Coniin lähmte erst sein Rückenmark und dann die Atmung. Er erstickte bei vollem Bewusstsein. Und warum? Weil er gottlos und politisch unbequem war. Das war schon im antiken Griechenland, bei den Erfindern der Demokratie, strafbar... Den Gefleckten Schierling wollen wir Ihnen lieber nicht anbieten. Statt dessen einige ungefährliche Mitglieder der Großfamilie: Anis, Kümmel oder Liebstöckel bekommen Sie als Gewürze im Trockensortiment. Im Obst- und Gemüseangebot finden Sie u.a. Fenchel, Möhren, Pastinaken, Petersilie und Sellerie. Alles Wurzeln, Knollen, Kräuter, die bedenkenlos genossen werden können. Der Familienname gibt Auskunft über den Blütenstand der Pflanzen: es sind Dolden, manche prächtig, andere unscheinbar. Die Blüten sitzen an den Nebenachsen der Hauptachse des Blütenstands. Diese Nebenachsen sind alle ziemlich gleich lang, so dass später die Blüten in etwa auf der gleichen Höhe liegen. Das ist hübsch anzusehen und vor allem für Insekten sehr praktisch. Dolden werden vor allem gern von Schwebfliegen besucht. Das sind jene Geschöpfe, die per Mimikry bei anderen Herzklopfen auslösen: ihre Zeichnung und Färbung erinnern stark an Wespen. Einen Stachel besitzen sie jedoch nicht und auch Zubeißen ist nicht ihr Ding: Pollen und Nektar werden geschlabbert. Gleich zwei Gemüse aus der Doldenblütlerfamilie werden im neuen Echt Bio] – Angebot beworben: Möhren und Pastinaken aus regionaler Erzeugung.

Dr. Bluff: „Nimm das sofort zurück!“

„Für diese Stellungnahme bedurfte es keiner Aufforderung – sie gab es auch nicht. Meine von mir verfassten Info-Briefe sind keine Plagiate. Den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir. Sie sind über etwa 5 Jahre neben meiner Berufs- und Abschreibetätigkeit in mühevollster Kleinarbeit entstanden und sie enthalten fraglos Fehler. Und über jeden einzelnen dieser Fehler bin ich selbst am unglücklichsten. Es wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht oder bewusst die Urheberschaft anderer nicht kenntlich gemacht. Sollte sich jemand durch inkorrektes Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten bei insgesamt einer Fußnote und 261 Seiten hierdurch verletzt fühlen, so tut mir dies aufrichtig leid.“ Aber mal im Ernst: natürlich habe auch ich meine Quellen. Hat jeder, von Anfang an. Es erwartet auch niemand, dass ich haarklein dokumentiere, woher ich von der Existenz der Kartoffel weiß. Die einleitenden Worte habe ich zum größten Teil abgekupfert, (von der Homepage eines braven Soldaten) und nur leicht modifiziert. So was kommt aber nicht so oft vor. Ich habe ja Zeit, keine Armee und keine Familie am Hals. Kleiner Tipp an unser oberstes Frontschwein: bei e-bay gibt’s Doktortitel schon ab 15,90 €. Brauchste auch nie mehr zurückgeben.

Koriander 

Vor tausend Jahren hatten die Leute noch einen Sinn fürs Praktische: das in Vorderasien schon lange bekannte Kraut Koriander (schon Pharaonengräber wurden damit aromatisiert) wurde zum Kampf gegen Flöhe und Läuse eingesetzt. Auch der Koriander gehört zur Doldenblütlerfamilie. Aus den Samen des Korianders wird Öl hergestellt. Schon im 17. Jahrhundert war das ein Bestandteil von Parfums. Im Kraut sind neben Gerbstoffen, Zucker und Vitamin C auch Cumarine enthalten. Cumarine sind Duftstoffe, denen z.B. Heu sein betörendes Aroma verdankt. Auch eine Waldmeisterbowle wäre ohne Cumarin nur Plürre. Wir bieten Ihnen Koriander aus Italien an.