Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

Bio kann mehr! - Newsletter 12/2015

Bio, wie wir es meinen, war schon immer mehr als nur der Verkauf guter Lebensmittel. Wir meinen: Bio kann mehr! In Zeiten von Klimawandel, Agrar- und Energiewende hat Bio Antworten auch zu ganz tagesaktuellen Fragen. Nicht alles davon kann im Gespräch bei Ihrem Bioladen-Einkauf angesprochen werden - deshalb trägt unser regelmässiger Newsletter für Sie zusammen, was wichtig ist.

 

Düfte für die Seele: die syrische Küche


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Wer aus seinem Heimatland flüchten muss, bringt auch schöne Erinnerungen mit, und Essen mit Freunden und Familie, der Duft von Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Thymian, Safran und Zimt gehört für viele Menschen aus Syrien sicher dazu. In einigen Städten organisieren Ehrenamtliche daher Kochabende oder Kochkurse mit Flüchtlingen und Einheimischen. Wer selbst einen Ausflug in die Küche Vorderasiens unternehmen möchte, findet typische Gewürze und Zutaten wie Bulgur, Kichererbsen, Oliven, Tomaten, Auberginen, Granatäpfel und das Sesammus Tahini auch in Bio-Qualität.

Mezzeh, verschiedene Vorspeisen wie Muhammara, eine Mandel-Paprika-Paste, gehören zu einem syrischen Festmahl einfach dazu. Auch in Europa bekannt und beliebt ist Hummus, ein Kichererbsenmus mit Sesam, ebenso Auberginenmus mit Sesam und Taboulé, ein Salat aus Petersilie, Minze, Tomaten, Gurke Zwiebel und Bulgur. Diese Spezialitäten findet man übrigens auch fix und fertig im Bio-Kühlregal. Wenn dazu Fladenbrot serviert wird, braucht so mancher schon keine Hauptspeise mehr.

Typische Hauptgänge sind gegrilltes Geflügel oder Lamm, vielen bekannt als Şiş Kebap. Die beliebten Kibbeh gibt es auch als vegetarische Variante – dafür wird aus Bulgur, Tomaten, Paprika und Gewürzen ein Teig hergestellt, aus dem man kleine „Frikadellen“ herstellt, die gebraten oder auch roh mit Salat und einem Dip serviert werden. Zum Dessert gibt es frische Früchte, Mandelpudding, Dattel-Sesam-Pralinen oder arabisches Süßgebäck mit Honig, Nüssen und Rosinen und zum Abschluss Tee, den Syrer zu jeder Tageszeit trinken, oder starken Kaffee aus winzigen Tassen, gewürzt mit Kardamom.

Ausführliche Rezepte findet man im Internet, zum Beispiel in „Huda’s Welten Blog“. Empfehlenswert ist das im Herbst erschienene Buch „Fadi kocht syrisch“. Die Dialego Foundation spendet den Reinerlös des Buches für Kinderhilfsprojekte der SyrienHilfe e.V. Fadi Alauwad war in seiner Heimat als Fernsehkoch bekannt und lebt seit der Flucht vor dem Bürgerkrieg 2014 mit seiner Familie in Aachen.

Trockenfrüchte – vitalstoffreich und fruchtig-süß


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Keine Adventszeit ohne getrocknete Früchte: Pflaumen, Äpfel, Datteln und Aprikosen stecken im Früchtekuchen und im Kletzenbrot, im Stollen sind Sultaninen unverzichtbar. Aber auch in vielen neueren Rezepten für Adventsgebäck spielen die süßen Trockenfrüchte eine Hauptrolle, zum Beispiel in Dattel-Marzipan-Stangen oder Schoko-Kirsch-Cookies. Ein Grund ist sicher, dass das Trocknen zu den ältesten Konservierungsmethoden der Menschheit zählt. In Europa wurde eine reichliche, aber schnell verderbliche Ernte so zum Vorrat für den langen Winter. Aber auch in sonnigen und warmen Regionen der Erde werden Datteln, Feigen und Weintrauben seit Jahrhunderten getrocknet und sind oft Bestandteil landestypischer Gerichte, zum Beispiel in der indischen und arabischen Küche.

Heute sind Trockenfrüchte das ganze Jahr über beliebt, denn sie enthalten die gesunden Inhaltsstoffe von Obst in konzentrierter Form, vor allem Mineral- und Ballaststoffe. Getrocknete Aprikosen beispielsweise weisen beachtliche Mengen an Beta-Carotin und Vitamin A auf. Da 80 Prozent des Wassers im Trocknungsprozess verdampfen, ist aber auch der Fruchtzucker-Gehalt von Trockenfrüchten hoch. Daher sind diese zwar ein gesunder Snack und für Sportler eine handliche, gut haltbare und fruchtige Powernahrung, aber eine ganze Tüte sollte man nicht auf einmal vernaschen.

Bio-Fachgeschäfte bieten neben Klassikern wie Dattel, Feige, Pflaume und Aprikose auch eine große Vielfalt mit Besonderheiten wie Ananas, Bananen, Mango und Papaya, Sauerkirschen, Cranberrys und Maulbeeren. „Soft-Früchte“ werden erst getrocknet und erhalten dann durch Wasserdampf einen Teil ihrer Feuchtigkeit zurück. Während konventionell produziertes Trockenobst meist geschwefelt ist, müssen Sie bei Bio nicht lange nach ungeschwefelten Produkten suchen, denn Schwefeln ist grundsätzlich nicht erlaubt. Auch die Begasung mit Methylbromid und der Konservierungsstoff Sorbinsäure sind nicht gestattet.

Auf nach Berlin: Wir haben Agrarindustrie satt!


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Wird unser Essen künftig noch von Bäuerinnen und Bauern erzeugt oder von Agrarkonzernen, für die Gentechnik und Massentierhaltung zum System gehören? Die Bundesregierung setzt jedenfalls stark auf steigende Milch- und Fleisch-Exporte zu Dumpingpreisen und auf die Ideologie „Wachsen oder Weichen“. Dadurch sinken Tierschutzstandards immer weiter, bäuerliche Betriebe müssen aufgeben und lokale Märkte im Süden werden zerstört.

Seit sechs Jahren fordern zur Grünen Woche in Berlin Zehntausende einen anderen Weg: die regionale Produktion ökologischer, hochwertiger und gesunder Lebensmittel auf bäuerlichen Betrieben und im Lebensmittelhandwerk, faire Preise und Marktbedingungen, weltweit und eine Agrar- und Ernährungspolitik, die sich an den Interessen von Mensch, Tier und Umwelt orientiert.

 

Das Bündnis fordert außerdem von der Bundesregierung eine klare Absage an das Handelsabkommen TTIP, das einseitig globalen Konzernen dient. Zu den Trägerorganisationen von „Wir haben es satt“ zählen Umweltverbände und Entwicklungshilfe-Organisationen wie BUND, NABU, Brot für die Welt und Oxfam, der Tierschutzbund sowie zahlreiche Bio-Organisationen und Verbände.

Die Demonstration am 16. Januar 2016 startet um 12 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz. Der Demonstrationszug bewegt sich dann Richtung Regierungsviertel, und vor dem Kanzleramt gibt es eine weitere Kundgebung. Im Anschluss bietet „Soup & Talk“ ab 15 Uhr die Möglichkeit zum Aufwärmen und Austauschen. Es gibt heiße Suppe und Getränke, danach können Initiativen und Aktive aus aller Welt im Rahmen der „5-Minuten-Terrine“ über ihre Erfolge, Kampagnen, von ihrem Widerstand oder Innovationen in der Landwirtschaft berichten.

Mehr Informationen, Anreisemöglichkeiten und Rahmen- programm inklusive Schnippeldisko und Bauernfrühstück: www.wir-haben-es-satt.de.

Gesunde Ernährung auch gut für das Gehirn


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Gesunde Essgewohnheiten können das Risiko für kognitive Einschränkungen und Demenz-Erkrankungen im Alter verringern. Das zeigt die Auswertung zweier großer Studien mit fast 30.000 Teilnehmern aus 40 Ländern an der McMaster University im kanadischen Hamilton. Die Forscher rechneten mit statistischen Methoden mögliche Auswirkungen des Rauchens, des Körpergewichts und sportlicher Aktivitäten heraus, so dass der Einfluss der Ernährung deutlich wurde.

Laut der Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Neurology, hatten die Studienteilnehmer, die sich am gesündesten ernährten, ein um 24 Prozent geringeres Risiko für geistigen Abbau im Vergleich zu denen, die sich besonders ungesund ernährten. Als „gesund“ galt dabei eine Diät mit viel Obst, Gemüse, Nüssen oder Eiweiß aus Soja sowie bei tierischen Nahrungsmitteln die Formel „mehr Fisch als Fleisch“. Als ungesund galten unter anderem viel frittiertes Essen und Alkohol. Welche Nährstoffe für den positiven Effekt verantwortlich sind und ob sich weitere Faktoren wie eine verminderte Kalorienzufuhr auf das Gehirn auswirken, wird derzeit untersucht. Klar ist aber schon jetzt: Wer auf Bio und Vollwerternährung setzt, ist nicht nur ein kluges Köpfchen, sondern tut auch etwas dafür, dass das so bleibt.

Gesunde Essgewohnheiten senken also nicht nur das Herz-Kreislauf-Risiko, sondern auch das Risiko für kognitive Störungen. Diese Erkenntnis ist auch für das Gesundheitssystem von größter Bedeutung, denn ungesunde Ernährung kostet uns in Deutschland jährlich rund 16,8 Milliarden Euro. Das zeigt eine aktuelle Veröffentlichung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, publiziert in der Fachzeitschrift „PLOS One“. Die Forscher haben insbesondere die anteiligen Kosten eines unausgewogenen Verzehrs von Zucker, Salz und gesättigten Fetten berechnet, bei denen der Verzehr oft deutlich über den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt.

Duftende Auszeit im Bad mit Naturkosmetik


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Ein Wohlfühl-Abend im Bad wärmt im Winter den Körper und ist Entspannung pur. Mit duftenden Naturkosmetik-Produkten wird die Badewanne zum kleinen Wellness-Paradies. Wer sich gern in Schaum hüllt, findet Schaumbäder mit milden Tensiden auf pflanzlicher Basis, zum Beispiel Zucker- oder Kokostenside. Für entspannenden oder erfrischenden Duft sorgen ätherische Öle, zum Beispiel Orange, Rose oder Sandelholz, oder auch Blüten-, Kräuter- und Pflanzenextrakte. Wer gerade kein Schaumbad im Haus hat, badet auch mit einem Duschgel gut. Passend zur kalten Jahreszeit gibt es winterliche Duftnoten, zum Beispiel „Wintertraum Zimt-Vanille“ von Logona. Für Puristen das Richtige ist ein Bio-Heubad mit dem Duft von Feldblumen, Gräsern und Kräutern – reines Naturland-Heu, auf Bergwiesen geerntet.

Liebhaber von pflegenden Creme- und Ölbädern finden ebenfalls eine große Naturkosmetik-Auswahl. Hochwertige pflanzliche Öle wie Mandel-, Jojoba- oder Avocadoöl sorgen für beste Pflege, und je nach Produkt gibt es dazu den Duft von Rosen, Lavendel, Ingwer-Limette oder Wacholder. Eine weitere Alternative ist Badesalz, zum Beispiel als Entspannungs-Kräuterbad von Sonnentor oder „Blütenduft“ von Farfalla. Egal, wofür Sie sich entscheiden: Über synthetische Duft- und Farbstoffe, Silikone und Paraffine aus Erdöl und hormonell wirksame Substanzen, wie sie in konventionellen Produkten weit verbreitet sind, brauchen Sie nicht nachzudenken, denn diese sind in echter Naturkosmetik aus gutem Grund verboten. Dafür bürgen Siegel von anerkannten Zertifizierungsorganisationen wie BDIH, NaTrue, Ecocert und Demeter. Nach dem Bad verlängern eine duftende Körperlotion oder ein hochwertiges Körperöl die Auszeit und pflegen die Haut.

Für Badefans sind Schaum- und Ölbäder auch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Besonders hübsch sind Aromabadekissen (sensena), Badewürfel (Tautropfen), Badeschokolade (Bademeisterei) und Bath-Oil-Kapseln (Martina Gebhardt), für Kinder Knister-Badekristalle oder Bade-Schaumkissen (Lüttes Welt). Einige Naturkosmetik-Anbieter bieten schön verpackte Geschenksets.