Röderhof-Laden, natürlich gut einkaufen...

Blattsalate, Lauch, Birne

Blattsalate – eine alte Geschichte

Vor gut 800 Jahren lebte in der Gegend um Nürnberg Wolfram von Eschenbach, der heute als bedeutendster Dichter des Hochmittelalters gilt. Sein wichtigstes Werk ist das Epos Parzival. Hier können wir an einer Stelle nachlesen: "do brahte ein des wirtes sun purzeln unde latun gebrochen in den vinaeger ..."

("Dann brachte ein Sohn des Wirtes Portulak und Blattsalat, gebrochen im Essig ...."). Der erste literarische Beleg dafür, dass schon damals auch Salat gegessen wurde. Portulak ist ein anderer Name für Postelein, welchen Blattsalat der Sohn des Wirtes reichte, kann nur vermutet werden. Vermutlich war es ein Salat, der dem heutigen Romana ähnlich war, also eher etwas kräftig. Das konnte Parzival auch gebrauchen. Der war ursprünglich ein unangenehmer, gewalttätiger Assi, der eine Dame namens Condwiramurs erst rettete, dann heiratete und sie anschließend sitzen ließ. Kein Wunder, bei so einem Namen lebt es sich schnell auseinander. Den berühmten Gral hat er mal gesehen, die „Mitleidsfrage“ aber nicht gestellt. Nach einer Zeit rastlosen Herumstromerns begann er zu frömmeln und wurde in die Tafelrunde Artus’ berufen, wo er zum Gralskönig ernannt wurde. Salat ist kein Begriff aus der Botanik, sondern ein eher technischer Begriff, die Zubereitung eines Gemüses betreffend. Blattsalate spielen ernährungsphysiologisch eine scheinbar untergeordnete Rolle: Vitamin C etwa findet sich nur in sehr geringen Dosen, Ballaststoffe gibt es auch nicht besonders viel, wenn auch mehr als in der Tomate. Feldsalat und Chicoree haben ein wenig mehr β-Carotin und Vitamin C als andere Salate. Doch Blattsalate haben einen hohen Anteil an Folsäure, die bei der Zellbildung im Körper eine entscheidende Rolle spielt. Wer Blattsalat ist, wird satt und belastet sich nicht mit Kalorien, sofern nicht irre Mengen von Dressing darüber geschüttet werden. Ernährungswissenschaftler empfehlen, Salate vor dem Hauptgericht zu essen, da sie den Magen dehnen. Ach, übrigens: zerkleinern Sie die Salatblätter nicht so doll, damit die wenigen Inhaltsstoffe weitestgehend erhalten bleiben. Eine schöne Palette von Blattsalaten finden Sie stets in unserem Sortiment.

Lauch

Die Gemüsepflanze ist seit über 4000 Jahren der Hit in den Küchen der Welt. Kein Wunder, enthält Allium porrum doch viel Vitamin C, Vitamin K und Folsäure. Auch die Spurenelemente Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium und Mangan entlocken dem Ernährungsberater ein freundliches Lächeln. Was uns am Lauch aber so richtig anmacht, ist die antibakteriell wirkende Schwefelverbindung Allicin, die aus Alliin und dem katalysierenden Enzym Allinase entsteht, die für den Geschmack und das charakteristische Aroma verantwortlich ist. Ein göttliches Aroma, das fanden schon die alten Germanen, denen das Gemüse so heilig war, dass sie einer Rune (Runen sind Schriftzeichen, für die sich in den letzten 80 Jahren hauptsächlich Vollidioten interessierten) dessen Namen gaben. In einigen Gebieten Deutschlands wurde der Lauch auch „Aschlauch“ genannt. Sparen Sie sich Ihr Grinsen: Der Name soll auf die israelische Stadt Ashkelon zurückgehen, von wo aus der Lauch nach Italien gelangte, wie der römische Geschichtsschreiber Plinius berichtete. Heute wissen wir, dass der Herr Plinius in diesem Punkt irrte: es war die Schalotte, die aus der Stadt am Mittelmeer den Teich überquerte. Wir nehmen Plinius den Irrtum aber nicht übel, denn schließlich stammt der Lauch ebenfalls aus dem mediterranen Raum, und bieten Ihnen Lauch aus französischer (ab Montag wieder aus deutscher) Erzeugung an.

Williams Birne

Wenn wir nun von einem “mittelgroßen“, „mittellangen“ Wuchs sprechen und von „gelb, bis rötlich überhaucht“, dann ist die Rede für gewöhnlich von der anno 1770 erfundene Birne namens „Williams“. Hinzufügen müssen wir noch: „mittelfest, saftig, schmelzend, mit angenehmer Säure und hervorragendem Aroma“. Aus Patagonien, also vom Ende der Welt, stammen die Birnen, die wir Ihnen anbieten. Ab sofort neben der grünen jetzt auch noch „Red Barlett“, die rote Variante.